
In einer gesellschaftlich stark polarisierten Landschaft, in der komplexe Inhalte schnell politisch eingeordnet werden, möchten wir unsere Haltung transparent machen, um etwaige Missverständnisse zu minimieren.
Die Akademie für salutogene Beziehungsgestaltung (ASBG) ist keine politische, parteiliche oder ideologische Initiative. Unsere Arbeit verfolgt keine politischen Ziele, unterstützt keine Partei und vertritt keine weltanschauliche Agenda.
Die ASBG versteht sich als psychologisch-systemische Forschungs-, Bildungs- und Reflexionsplattform. Wir beschreiben, wie Menschen, Beziehungen und soziale Systeme unter Spannungsbedingungen funktionieren, nicht, wie sie politisch organisiert sein sollten.
Die dargestellten Modelle und Konzepte dienen der Beschreibung psychologischer Dynamiken, nicht der moralischen Bewertung oder normativen Anleitung. Wenn gesellschaftliche oder politische Phänomene thematisiert werden, geschieht dies ausschließlich aus psychologischer Perspektive: als Ausdruck von Ambivalenzen, Spannungsfeldern und Grundbedürfnisregulation.
Verstehen bedeutet nicht Rechtfertigen.
Die Erklärung menschlichen Erlebens impliziert keine Zustimmung zu Gewalt, Diskriminierung, Extremismus oder menschenverachtenden Ideologien.
Ein zentrales Anliegen der ASBG ist es, Ambivalenz sichtbar und aushaltbar zu machen, ohne vorschnelle Moralisierung oder Lagerdenken. Kritische Auseinandersetzung ist ausdrücklich erwünscht. Irritation verstehen wir nicht als Störung, sondern als möglichen Ausgangspunkt für Reflexion und Dialog.
Zur besseren Lesbarkeit verwenden wir auf dieser Website das generische Maskulinum. Es schließt ausdrücklich alle Geschlechter ein und ist nicht als Wertung oder Ausschluss gemeint.
Zudem haben wir uns für eine durchgehende Ansprache mit „Du“ entschieden. Sie dient der Nähe, Direktheit und besseren Verständlichkeit der Inhalte und ist nicht als Vereinnahmung zu verstehen.
Vielen Dank für ihr Verständnis.
Hier finden Sie eine vertiefende Ausarbeitung zum Thema „Salutogene Beziehungsgestaltung mit KI“.
Die Akademie für salutogene Beziehungsgestaltung (ASBG) nutzt künstliche Intelligenz als unterstützendes Werkzeug in der Reflexion und beim Ausarbeiten von Texten, Modellen und Konzepten. Diese Nutzung erfolgt bewusst und reflektiert und nicht automatisiert, ersetzend oder delegierend. KI wird bei der ASBG nicht als Wissensinstanz, Wahrheitsquelle oder Ersatz für menschliches Denken verstanden.
Sie dient vielmehr als Sparringspartner im Denkprozess:
- zur Spiegelung von Argumentationslinien
- zur Sichtbarmachung blinder Flecken
- zur Kontrastierung von eigenen Perspektiven
- und zur Prüfung von Stimmigkeit
Die inhaltliche Verantwortung, Auseinandersetzung, Einordnung und dem letzlichen Schreiben der Texte liegt ausschließlich bei den beteiligten Menschen. Sie können sich die Arbeit der ASBG mithilfe generativer KI als einen sokratischen Dialog vorstellen. KI ist somit für uns ein Mittel, um unseren Denkraum zu erweitern und zu überprüfen.
Die auf dieser Website dargestellten Modelle, Konzepte und Begriffe verstehen sich nicht als universelles Erklärungsmodell, nicht als allumfassende Theorie des Menschen und nicht als letztgültige Erklärung psychischer, sozialer oder gesellschaftlicher Phänomene. Die ASBG und seine zugrundeliegenden Theorien sind heuristisch gedacht. Das bedeutet: Unsere Modelle sind Denk- und Wahrnehmungswerkzeuge, keine Wahrheitsbehauptungen. Sie dienen dazu, komplexe Zusammenhänge leichter sichtbar, besprechbar und reflektierbar zu machen. Demnach kann man den Zweck als komplexitätsreduzierend beschreiben. Die Modelle dienen nicht dazu, Wirklichkeit abschließend zu erklären oder festzuschreiben.
Die ASBG erhebt daher keinen Anspruch auf Vollständigkeit, Allgemeingültigkeit oder Ausschließlichkeit. Wir distanzieren uns ausdrücklich von dem Anspruch, mit einem einzelnen theoretischen Rahmen „alles erklären“ zu können. Psychisches Erleben, Beziehungsgeschehen und gesellschaftliche Dynamiken sind kontextabhängig, geschichtlich gewachsen und situationssensibel. Sie entziehen sich einfachen Kausalitäten und linearen Erklärungen. Unsere Beschreibungen bleiben damit prinzipiell vorläufig, offen für Korrektur, Erweiterung und Widerspruch.
Wir laden dazu ein:
- Modelle auszuprobieren,
- ihre Passung für das eigene Erleben zu prüfen,
- sie kritisch zu hinterfragen,
- und sie gegebenenfalls wieder zu verwerfen.
Ein Modell, das irritiert, erweitert oder neue Perspektiven eröffnet, hat seinen Zweck allein dadurch bereits vollständig erfüllt.
Gesundheit entsteht dort, wo Menschen sich sicher, gesehen und verstanden fühlen. Die ASBG wurde gegründet, um diesen Zusammenhang zwischen Beziehungsgestaltung und Gesundheit sichtbar, erfahrbar und anwendbar zu machen. Wir verstehen Beziehung als Ressource.
Unsere Fähigkeit, zu denken, zu lernen und eigenverantwortlich zu handeln, hängt von der Qualität unserer Beziehungen ab. Nur wer sich sicher und verbunden fühlt, kann seine Aufmerksamkeit auf komplexe Aufgaben richten. Wo Angst, Scham oder Schuld dominieren, blockiert das unser Denken und Fühlen. Gesunde Beziehungen sind deshalb die Basis jeder gesunden Gesellschaft.
Viele Menschen erleben aktuell Vertrauensverlust, Entfremdung und Überforderung. Beziehungen brechen, Systeme geraten unter Druck. Die ASBG möchte zu einem Bewusstseinswandel beitragen – weg vom Pathogenen, hin zum Salutogenen. Krisen sind für uns keine Defekte, sondern Chancen, überholte Werte zu hinterfragen und neue Wege zu gehen.
Unser Engagement ruht auf drei Säulen:
Wissen: Wir bereiten wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse zu gesunden Beziehungen verständlich auf.
Selbstwirksamkeit: Wir fördern Fähigkeiten, die Autonomie, Verantwortung und Entscheidungsfreiheit stärken.
Austausch: Wir schaffen Räume, in denen Menschen offen und ohne Bewertung über ihre Erfahrungen sprechen können – etwa in unserer Discord-Community.
Unabhängig, transparent und selbstreflektiert. Wir prüfen regelmäßig unsere eigenen Interessen und Entscheidungskonflikte, um glaubwürdig zu bleiben – nach innen wie nach außen. Gesundheit entsteht dort, wo Menschen Verantwortung für ihre Bewertungen, Kommunikation und Beziehungen übernehmen.
„Salutogenese“ kommt aus dem Lateinischen "salus" (Gesundheit, Ganzsein) und dem Griechischen "genesis" (Entstehung, Werden). Der Begriff wurde vom Medizinsoziologen Aaron Antonovsky geprägt. Er fragte nicht mehr: Warum werden Menschen krank? – sondern: Was hält Menschen gesund? Diese Perspektive bildet den Kern unserer Arbeit. Wir richten den Blick nicht auf Defizite, Diagnosen oder Krankheitsverläufe (also die Pathogenese), sondern auf die Bedingungen, unter denen Sinn und Kohärenz entstehen und die Gesundheit überhaupt ermöglichen (Salutogenese).
Beziehungsgestaltung ist salutogen, wenn sie Sicherheit, Verbundenheit und Selbstwirksamkeit fördert – also Bedingungen schafft, unter denen Menschen wachsen können. In solchen Beziehungen müssen wir nichts fürchten, dürfen uns zeigen und werden in unseren Grundbedürfnissen gesehen. Erst dann kann unser System die freiwerdende Energie nutzen, um kreativ, reflektiert und eigenverantwortlich zu handeln.
Weil das Wissen darüber, wie gesunde Beziehungen gelingen, zwar in der Forschung vorhanden, aber kaum zugänglich ist. Die ASBG macht diese Erkenntnisse verständlich, erlebbar und anwendbar – über Texte, Forschung, Austausch und Training. Unser Ziel ist, Menschen zu befähigen, ihre Beziehungen bewusst zu gestalten – im privaten, beruflichen und gesellschaftlichen Kontext.
Wir verstehen uns nicht als Therapie- oder Coaching-Institut, sondern als Bildungs- und Forschungsplattform.
Unser Fokus liegt auf der Verknüpfung von Wissenschaft und Alltagskultur. Wir bieten kein Programm an, das „funktionieren“ soll, sondern öffnen Räume für Erkenntnis, Verantwortung und Selbstgestaltung.
Exekutive Metakompetenzen sind übergeordnete Fähigkeiten, mit denen Menschen ihr Denken, Fühlen und Handeln reflektieren und steuern können. Sie ermöglichen Selbstkontrolle, vorausschauende Planung, Perspektivübernahme und bewusste Entscheidung. Diese Kompetenzen sind zentral für die psychische Gesundheit – und für die Fähigkeit, in komplexen Situationen stimmig zu handeln. Wenn sie mehr darüber erfahren wollen, schauen sie gerne bei DEECIO vorbei.
Weil individuelle Krisen selten nur individuell sind. Unsere Beziehungen werden von gesellschaftlichen Bedingungen geprägt – durch Sprache, Normen, Tempo und Werte. Wer das erkennt, kann persönliches Leid besser einordnen und neue Wege finden, sich nicht länger in den Grenzen des Systems zu verlieren, sondern darin bewusst zu handeln.
Die Akademie wurde von Dr. Klaus-Dieter Dohne gegründet, basierend auf jahrzehntelanger psychologischer und pädagogischer Praxis. Die textliche, strukturelle und gestalterische Aufbereitung erfolgt durch Laurens Kreißig.
Gemeinsam schaffen wir eine Plattform, die Wissen, Erfahrung und Gestaltung miteinander verbindet. Unsere Mitstreiter:innen tragen diese Haltung weiter – als offene Community, nicht als Organisation.
Kurz gesagt: Wir wollen nicht mehr nur Krankheit erklären, sondern Gesundheit ermöglichen. Nicht das Pathogene verwalten, sondern das Salutogene gestalten. Gesundheit entsteht in Beziehung – und diese Beziehungen wollen wir erforschen, verstehen und stärken.