Heilung von Beziehungen

Überblick

In diesem Abschnitt geht es um die Frage, wie Beziehungen wieder beweglich und lebendig werden können, wenn sie sich verhärtet haben, wenn Konflikte sich wiederholen, wenn Nähe Druck erzeugt oder Distanz erschöpft und wenn dauerhaft mehr Energie verloren geht, als entsteht. Vielleicht hast du bereits vieles ausprobiert, Gespräche geführt, dich bemüht, analysiert und dennoch bleibt das Gefühl, dass sich im Kern wenig verändert oder nach einer Zeit wieder das Gleiche passiert. Es ist möglich, dass du hier eine Antwort finden könntest.

Du findest hier eine Zusammenführung der zentralen Modelle dieser Website. Dazu gehören das Stimmungs- und Bewertungsinstrument (SBI), die menschlichen Grundbedürfnisse, die Prägungen aus den ersten 1000 Tagen, das Thema menschliche Aufmerksamkeit und das Energieproblem sowie die Seite Menschliche Grundkonflikte. Wir beziehen uns außerdem auf das von der ASBG skizzierte Ambivalenzmodell, das in den Beziehungssystemen, insbesondere auf den Seiten ICH sowie ICH UND DIE ANDEREN ausführlicher dargestellt wird. Auch Aspekte aus den Themen Gewinner und Verlierer in Beziehungen, der Schuldfrage und der Macht von Bewertungen fließen hier ein.

Heilung wird dabei als Entwicklung innerer Fähigkeiten verstanden: die Fähigkeit, eigene Bewertungen und Muster wahrzunehmen, ihnen mit einer zumindest wohlwollenderen oder noch besser liebevolleren Haltung zu begegnen, innere Anteile als Teil des eigenen Systems zu begreifen und die Zusammenarbeit zwischen willkürlichem und unwillkürlichem System (der Reiter und sein Elefant)  bewusst zu gestalten.

Im Zentrum steht die Annahme, dass sich Beziehungsdynamiken verändern, wenn sich die Art verändert, wie du mit dir selbst sprichst, wie du deine Bedürfnisse bewertest und wie du mit eigenen inneren Konflikten umgehst.

Du kannst hier natürlich auch dann viel mitnehmen, wenn du die anderen Seiten noch nicht gelesen hast. Vielleicht möchtest du jedoch dennoch zunächst an anderer Stelle einsteigen und dir einzelne Modelle in Ruhe ansehen, bevor du hier tiefergehst.

…wie innere Integration neue Beweglichkeit schafft.

...das absichtslose Heilen.

…wie aus automatischer Reaktion bewusste Wahl entsteht.

Grundlagen

Wenn Beziehungen ihre Beweglichkeit verlieren

Beziehungen verlieren ihre Beweglichkeit selten durch ein einzelnes Ereignis. Häufig geschieht es allmählich, indem sich bestimmte Muster verfestigen, Gespräche vorhersehbar werden und Spannungen nicht mehr als vorübergehende Phasen, sondern als dauerhafter Zustand erlebt werden. Was früher wie normale Differenzen erschien, entwickelt sich schrittweise zu einem wiederkehrenden Ablauf, bei dem beide Seiten schneller und härter miteinander ins Gericht gehen und zugleich weniger aufeinander eingehen.

Solche Phasen lassen sich wie eine Abwärtsspirale beschreiben: Die Aufmerksamkeit verschiebt sich, indem sich das Stimmungs- und Bewertungsinstrument (SBI) zunehmend auf Reize richtet, mit denen Grundbedürfnisse bedroht sein könnten. Kleinere Irritationen werden schneller als bedeutsam eingeordnet, neutrale Situationen erhalten eine negative Färbung, und das innere System beginnt, sich vorsorglich auf Schutz einzustellen. Gedanken wie „Früher war alles in Ordnung! Heute merke ich an seiner Körpersprache, am Tonfall, an der Betonung, [...] dass etwas nicht stimmt!“ tauchen auf und gewinnen an Gewicht. Diese Verschiebung geschieht meist unbemerkt, wirkt jedoch dauerhaft auf Wahrnehmung, Interpretation und Verhalten. Die Aufmerksamkeit richtet sich verstärkt auf Reize, die die bereits negativ gefärbte Wahrnehmung bestätigen - Fehlinterpretationen und damit zunehmende Missverständnisse sind oft die Folge.

Parallel geraten in diesem Prozess bestimmte Grundbedürfnisse in einen Mangel. Je stärker dieser Mangel erlebt wird, desto intensiver arbeitet das SBI daran, eine Lösung zu finden - und richtet wiederum seine Aufmerksamkeit auf diese Reize und greift in kritischen Momenten, sehr gern auf frühere bekannte Bewältigungsstrategien zurück. Aus funktionaler Perspektive ist das durchaus sinnvoll: Das System versucht, Sicherheit, Zugehörigkeit, Kontrolle oder Bedeutung wiederherzustellen. Problematisch wird es dort, wo diese Suchbewegung immer neue Hinweise dafür findet, dass tatsächlich etwas fehlt oder bedroht ist - selbst wenn diese Hinweise minimal sind. Sie kennen diesen Effekt bestimmt unter dem Begriff der sich selbst erfüllenden Prophezeiung: Was befürchtet wird, wird zunehmend auch wahrgenommen - und dadurch mit der Zeit auch wahr.

Jeder Mensch bringt seine eigene Bedürfnisstruktur und seine biografische Prägung mit in eine Beziehung. Erfahrungen aus den ersten 1000 Tagen formen implizite Erwartungen darüber, wie Nähe, Distanz, Verlässlichkeit oder Autonomie reguliert werden. Unter Stress und bei empfundenem Mangel greifen diese frühen Muster besonders schnell, selbst wenn sie in der aktuellen Lebenssituation nicht mehr die funktionalsten Lösungsstrategien darstellen.

Wenn diese inneren Prozesse im Bereich ICH nicht bewusst wahrgenommen werden, verlagert sich der Druck nach außen. Das eigene System versucht, Spannung über den anderen abzubauen, indem es ihn stärker in die Verantwortung für die eigenen Bedürfnisse nimmt. Mehr Verständnis, mehr Rücksicht, mehr Anerkennung werden eingefordert. Gleichzeitig erlebt die andere Person eine vergleichbare innere Dynamik und kämpft ihrerseits um ihre Bedürfnisse und ihren Standpunkt. Es entsteht ein Ringen darum, wessen Perspektive vorrangige Geltung erhält, begleitet von dem inneren Wunsch: „Wenn der andere mich doch endlich sehen und verstehen würde.“

Mit der Zeit verschiebt sich der Schwerpunkt von Begegnung zu Bewertung. Anstelle von Neugier treten Einordnungen, Korrekturen, Verteidigungen und Bewertungen. Gehörte oder geäußerte Rechtfertigungen und Schuldzuweisungen nehmen zu. Das unwillkürliche System (Elefant) bleibt dabei im Hintergrund in einem dauerhaften Schutzmodus aktiv, was erheblich Energie bindet und sich als Erschöpfung oder innere Leere bemerkbar machen kann.

Die Beziehung kann in dieser Phase offen konflikthaft werden, sie kann jedoch ebenso äußerlich ruhig erscheinen, je nachdem, ob die bevorzugte Strategie im Austragen oder im Vermeiden von Konflikten besteht. Unabhängig von der Form steigt die innere Anspannung, und die Beweglichkeit von Ambivalenzen nimmt weiter ab, bis sich die Dynamik zuspitzt oder abrupt entlädt.

An diesem Punkt stellt sich die Frage nach Heilung in neuer Weise. Wenn die Dynamik nicht allein im Verhalten des anderen oder in einzelnen Situationen liegt, sondern im eigenen inneren Bewertungs- und Regulationssystem, dann genügt es nicht, lediglich äußere Verhaltensweisen zu verändern. Entscheidend wird, wie du wieder Beweglichkeit in dein eigenes Ambivalenzsystem bekommst, eigene Bewertungen  abbaust und wohlwollend mit deinen ganzen inneren Anteilen umgehst.

• Hast du schon mal beobachtet, in welchen Zuständen du besonders andere so wie sie sind und sich verhalten, wie sie sind und sich verhalten?

• Richtest Du öfters deine Aufmerksamkeit stärker auf das was nicht stimmt und weniger auf das, was bei Dir und anderen funktioniert?

• Wenn Du andere fragst, die dich gut kennen, was würden sie sagen, worauf du besonders deine Aufmerksamkeit richtest oder was dir besonders auffällt?

• Was irritiert dich besonders und welche davon werden besonders von dir mit Bedeutung aufgeladen?

• Spürst Du überhaupt und wenn ja woran, dass dein System gerade auf Schutzmodus schaltet?

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Grundlagen

Das innere System unter Druck

Wenn Beziehungen sich verhärten, zeigt sich das zunächst im Außen, doch der eigentliche Druck entsteht im Inneren. Bestimmte Reize und innere Anteile treten nach vorn, werden hervorgehoben, andere ausgeblendet.

In diesem Zustand arbeitet das unwillkürliche System (der „Elefant“) mit hoher Aktivität (vgl. Grundkonflikte/Elefanten-Metapher). Es scannt, bewertet und reagiert schneller, als bewusste Reflexion einsetzen kann, um das Verhalten oder die Handlungen passgenau abstimmen zu können. Der willkürliche Anteil (der „Reiter“) versucht Ordnung herzustellen, zu erklären, zu argumentieren oder zu kontrollieren. Wenn beide Systeme nicht in Kooperation stehen, entsteht eine Dysbalance. Entweder übernimmt der Elefant die Führung und Reaktionen wirken impulsiv, emotional oder defensiv eingefroren, als würden wir in unseren Reaktionen fremdbestimmt. Oder der Reiter versucht, das innere Erleben zu dominieren, indem er Gefühle abwertet, unterdrückt oder rationalisiert, so dass wir uns kontrolliert und scheinbar souverän erleben. Oft bleibt dabei unbemerkt, wie stark wir dennoch von unbeachteten Emotionen und Anteilen gesteuert werden und welche Anteile zu kurz kommen.

Aus einer integrativen, hypnosystemischen Perspektive lässt sich dieses Geschehen als ein inneres Parlament verstehen. Danach sind In jedem Menschen unterschiedliche Anteile vertreten, die jeweils eine Funktion erfüllen und aus ihrer Sicht nur dein Bestes wollen. Der Antreiber fordert mehr Anstrengung und Entwicklung, der Kritiker sucht nach Schwachstellen, um dich vor Fehlern zu schützen, der Rückzügler möchte Distanz schaffen, wenn es zu viel wird, der Versöhner versucht, Verbindung zu sichern. Jeder dieser Anteile steht in Beziehung zu einem Bedürfnis oder einer Lernerfahrung. Auch der Kritiker verfolgt ein Anliegen: Er möchte, dass du dich verbesserst. Auch der Anteil, der nach Pause ruft, reagiert auf eine reale Belastung. Der Körper und das innere System melden sich nicht grundlos.

Schwierig wird es dort, wo einzelne Anteile bekämpft oder zum Schweigen gebracht werden. Wird eine innere Stimme verurteilt, verschwindet sie nicht, sondern erhöht den Druck im Hintergrund. Je stärker dieser Druck wird, desto mehr Energie musst du aufwenden, um ihn zu kontrollieren oder zu unterdrücken. Diese Energie fehlt an anderer Stelle. Wenn du hingegen beginnst, diese Anteile als legitime Teile deines inneren Systems zu betrachten, erweitert sich dein Handlungsspielraum. Reaktionen verlaufen weniger automatisch, und du gewinnst die Möglichkeit, bewusster zu entscheiden, welchem inneren Impuls du Raum geben möchtest und welchen nicht.
Die Impulskontrolle gehört zu den exekutiven Metakompetenzen und muss ab Geburt erlernt werden. Das ist ein natürlicher Vorgang und hilft die natürlichen Bedürfnisse des Elefanten zu hemmen, so dass wir uns z.B. trotzdem weiter auf unsere Arbeit konzentrieren können. Wenn Menschen eine sehr hohe Impulskontrollfähigkeit ausgebildet haben, besitzen sie ein erhöhtes Risiko psycho-somatische Symptome auszubilden (Verspannungen, Kopfschmerzen etc.). Bei geringerer Kontrollfähigkeit kommt es zu mehr Unfällen und zu sogenannten Ungeschicklichkeiten (Umstoßen von Tassen etc.).
Hier kannst du erfahren, wie deine Impulskontrolle ausgebildet ist und welche Gefahren und Risiken damit verbunden sind.  

Bleibt eine adäquate Ausgleichsregulation oder eine Integration aus, verengt sich der Spielraum weiter. Reaktionen werden schneller, Bewertungen schärfer, Perspektiven enger. Das innere System sucht nach Entlastung und findet sie häufig im Außen. Nicht selten stören uns im Anderen genau jene Eigenschaften oder Haltungen, deren innere Anteile in uns selbst wenig Anerkennung erfahren. Was wir in uns abwerten wird auch im Gegenüber abgelehnt. Deshalb brauchen wir auch die anderen, um uns selbst zu erkennen. Die Abwertung im Außen wirkt dann regulierend auf die innere Spannung. Kurzfristig kann das entlasten, langfristig stabilisiert es jedoch die Dynamik.

Heilung setzt an diesem Punkt an. Sie beginnt mit der Fähigkeit, innere Prozesse wahrzunehmen, ohne sie sofort zu bewerten oder zu kontrollieren. Sobald du erkennst, welche Bedürfnisse, Stimmen und automatischen Bewertungen in dir aktiv sind, entsteht eine Freiheit: zwischen Reiz und Reaktion. In dieser Freiheit liegt die Möglichkeit, das Zusammenspiel von Elefant und Reiter, zwischen inneren Anteilen neu zu organisieren und innere Anteile nicht gegeneinander, sondern miteinander arbeiten zu lassen. Aus der inneren Haltung „Dieser Anteil darf nicht da sein“ kann allmählich eine andere Haltung entstehen: „Ich sehe, dass du da bist. Ich verstehe, warum es dich gibt. Was möchtest du mir sagen?“

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Impuls

1. Verurteile konsequent einen Teil von dir.
Entscheide dich früh, dass z. B. deine eigenen Wünsche, dein Rückzugsbedürfnis oder dein Bedürfnis nach Nähe, Aufmerksamkeit und Verbundenheit „nicht okay“ sind. Schäm und verurteile dich im besten Fall dafür – und bestrafe dich innerlich hart.

2. Errichte ein starres Kontrollsystem in dir.
Wenn gegensätzliche Stimmen auftauchen – z. B. der Wunsch nach Nähe und Autonomie – unterdrücke und bekämpfe sie sofort. Lass keinen inneren Dialog auf Augenhöhe zu. Entscheide dich für eine Seite und bleib dabei, koste es, was es wolle.

3. Halte an klaren Bewertungen fest.
Es gibt nur richtig oder falsch. Nur eine Seite darf gelten. Und wenn du doch mal anders denkst: Sofort zurück ins feste, sichere Weltbild.

4. Finde gute Gründe gegen Veränderung.
Sag dir: „So bin ich halt“ oder „Das bringt ja eh nichts“. Veränderungsversuche sollten am besten schon im Keim erstickt werden.

5. Etabliere Schuldgefühle – dauerhaft.
Mach dich für alles verantwortlich: für deine Beziehung, deinen Job, dein Umfeld. Echte Profis tragen sogar Schuld am Weltschmerz. Und tu alles, um das „wiedergutzumachen“.

6. Umgib dich mit Menschen, die genauso denken wie du.
Andere Meinungen? Gefährlich! Umgib dich ausschließlich mit Gleichgesinnten. So kannst du bleiben wie Du bist und die anderen in deiner Blase rauben Dir keine Energie. Motto: Wir wollen niemals auseinander gehen.

7. Bekämpfe andere Meinungen aktiv.
Besonders die, die dich aufregen. Falls eine Gegenposition doch mal Sinn ergibt: Abwinken, Gespräch beenden, dich in Sicherheit bringen. Denen ist eh nicht mehr zu helfen. Vermeide ebenfalls, nochmal über die Situation nachzudenken und sag dir, dass nur deine Meinung gut und richtig ist!

Nachdem du die Anleitung gelesen hast, lohnt es sich, einen Moment innezuhalten und den Blick nicht zuerst auf den anderen zu richten, sondern auf dich selbst. In welchen Situationen trägst du (vielleicht unbewusst) dazu bei, dass sich Beziehung verhärtet?

• Gibt es passende Aspekte aus dieser Anleitung, die auf dich zutreffen könnten, dir aber unangenehm sind?

• Wenn eine nahestehende Person beschreiben würde welchen Anteil du an wiederkehrenden Konflikten hast, was würde sie vermutlich sagen?
Worüber würdest du dich am meisten ärgern?

• Welche deiner Reaktionen erscheinen aus ihrer Sicht vielleicht weniger nachvollziehbar, als sie sich für dich selbst anfühlen?

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Grundlagen

Wie Heilung in Beziehungen möglich wird

Im ersten Teil dieser Seite haben wir uns ausführlich damit beschäftigt, wie sich Beziehungsdynamiken verhärten können, wie innere Bewertungen Druck erzeugen und wie sich Schutzstrategien im Außen gegenseitig verstärken. Man könnte daraus den Schluss ziehen, dass Heilung im Grunde darin besteht, all diese Prozesse einfach umzukehren. Nun ja, ganz so einfach ist es dann nicht - und doch ist es so einfach.

Heilung entsteht durch eine Neuorganisation des inneren Umgangs mit dir selbst und die wohlwollende Integration aller inneren Anteile. Für manche kann die paradoxe Anleitung ein hilfreicher Spiegel sein. Andere wünschen sich eine klarere Orientierung, was konkret zu tun ist. Beides hat seine Berechtigung. Im Folgenden bieten wir dir daher Möglichkeiten an, die helfen könnten:

1. Würdigung deiner eigenen Bedürfnisse

Ein Schritt könnte darin bestehen, deine Bedürfnisse nicht länger als Problem zu bewerten. Ob es sich um Nähe, Autonomie, Anerkennung, Ruhe, Einfluss oder Sicherheit handelt, jedes Bedürfnis erfüllt eine Funktion. Wenn du beginnst, deine Bedürfnisse als legitim und als einen Teil von dir anzuerkennen, verliert das innere System einen Teil seines Verteidigungsdrucks. Würdigung bedeutet nicht, jedem Impuls nachzugeben, sondern zu akzeptieren, dass er aus einem sinnvollen inneren Anliegen entsteht.

2. Dein Stimmungs- und Bewertungsinstrument ernst nehmen

Beobachte, worauf sich deine Aufmerksamkeit richtet. Welche Reize in deiner Umgebung werden besonders schnell registriert und aufgeladen? Welche Gesten, Worte oder Tonlagen interpretierst du in besonderer Form?

Das SBI arbeitet permanent, doch es handelt immer logisch. Wenn du erkennst, welche Reize dein System besonders aktivieren, gewinnst du Einfluss auf die Bewertungsschleifen. Die Frage lautet nicht: „Was tut der andere?“, sondern besonders: „Warum springt mein System genau hier so stark an?“

3. Innere Bewertungen und Anteile integrieren

Bewertungen verschwinden nie. Das geht auch gar nicht, denn sie gehören fest zu uns. Sie werden aber auch nicht weniger, indem du sie bekämpfst. Sie können aber an Kraft und Einfluss verlieren, wenn du sie bewusst wahrnimmst. Statt eine innere Stimme als störend einzuordnen, kannst du sie als Hinweisgeber betrachten. Der Kritiker, der Antreiber, der Rückzügler oder der Versöhner sind keine Gegner, sondern Unterstützer deines Systems Einfluss zu gewinnen.

Integration bedeutet, ihnen Gehör zu schenken, ohne ihnen alleinige Führung zu überlassen. Je mehr Anteile miteinander kooperieren, desto größer wird dein Handlungsspielraum - und dadurch deine Freiheit.

4. Ärger und Schuldzuweisungen hinterfragen

Wenn Ärger entsteht, richtet sich der Blick häufig nach außen. Die andere Person erscheint als Ursache, als störend. An dieser Stelle lohnt sich eine zusätzliche Frage: Welches Bedürfnis in mir fühlt sich gerade verletzt oder übergangen?

Diese Verschiebung bedeutet nicht, Verantwortung vom anderen zu nehmen, sondern deine eigenen Prozesse sichtbar zu machen. Schuldzuweisung bindet Energie und verstärkt die ungünstige Dynamik. Verantwortung gibt Energie und macht Lust zu Handeln.

5. Verantwortung für deine Regulation übernehmen

Beziehungen könnten leichter werden, wenn die Balance nicht nur durch die Regulation mit und durch Andere abhängig ist. Du kannst dich fragen: Was brauche ich gerade  und wie kann ich selbst dazu beitragen, dieses Bedürfnis zu erfüllen?

Das entlastet die Beziehung. Der andere wird nicht länger primär als Instanz für dein inneres Gleichgewicht gebraucht, da du selber dafür gesorgt hast.

6. Akzeptanz für die Position des Anderen entwickeln

Jede Beziehung besteht aus komplementären Anteilen die auch alle benötigt werden. Der Teil, den der andere einbringt, ist oft genau der Teil, der dein eigenes Profil ergänzt oder herausfordert. Wenn du beginnst zu erkennen, dass du diesen Unterschied brauchst, weil er dich in Bewegung hält oder stabilisiert, verändert sich die Bewertung.

Akzeptanz bedeutet hier nicht Zustimmung zu allem Verhalten, sondern Anerkennung der Funktion, die der andere im System erfüllt. So könnte es möglich werden die Bewertung abzulegen.

7. Den Fokus bewusst erweitern

Unter Druck richtet sich Aufmerksamkeit gern auf Mangel und Defizite. Heilung könnte erfolgen, wenn wir unsere Aufmerksamkeit bewusst auf positive Aspekte lenken. Dadurch werden neuronale Netzwerke aktiviert, die uns Handlungsfähiger machen und Aufgaben nicht als unendliche Berge, sondern als machbare Schritte erscheinen lässt.

8. Die Begrenztheit der eigenen Ressourcen anerkennen

Jeder Mensch kennt das: Arbeit, Familie, soziale Verpflichtungen, eigene Ansprüche und Erwartungen greifen ineinander und fordern ständig kognitive und emotionale Ressourcen. Je stärker du versuchst, alles kontrollieren und steuern zu müssen, desto mehr Energie wird verbraucht und Selbststeuerung schwieriger.

Diese Energie ist begrenzt. Wenn sie erschöpft ist, schaltet das System auf Autopilot. Reaktionen werden schneller, Geduld geringer, Integration schwieriger. In einem erschöpften Zustand steigt die Wahrscheinlichkeit, dass du impulsiver reagierst oder dich innerlich zurückziehst.

Die Anerkennung dieser Begrenztheit kann bereits positive Effekte auf das Erleben bewirken. Aktive Phasen benötigen eben Erholungsphasen. Wenn du dir bewusst Zeit zur Regeneration zugestehst und deine „Akkus“ auflädst, stehen dir mehr Ressourcen zur Verfügung, wenn es darauf ankommt. Mit ausreichend Energie ist es leichter Bewertungen zu hinterfragen und innere Anteile zu koordninieren.

• Wenn du deine aktuelle Beziehungsdynamik möglichst stabil halten wolltest, was müsstest du weiterhin genauso tun wie bisher?

• Woran würde dein Gegenüber zuerst merken, dass du begonnen hast etwas zu verändern, ohne das du es sagst?

• Welche deiner inneren Stimmen bekommt im Konflikt am meisten Macht und welche kommt kaum zu Wort oder wird abgewertet?

• Wenn sich eure Beziehung in sechs Monaten spürbar entspannter anfühlen würde: Was hättest du bis dahin innerlich anders bewertet, d.h., welche Anteile hätten mehr Gewicht und welche weniger bekommen ?

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Warum Heilung Mut braucht... und Zeit

Um eines klarzustellen: Veränderung benötigt Mut und Zeit. Das ist nicht einfach zu akzeptieren - aber die Wahrheit. Wir würden dir gerne sagen, dass du einfach ein Wochenendseminar für 10.000€ besuchen könntest und sich dein Leben dann schlagartig verändert (natürlich von uns und zum einmaligen und unschlagbaren Sonderpreis von 9.700 €, Ratenzahlung möglich). JETZT ist die Chance zum kaufen, du willst doch dein Leben verändern! Viele Menschen, die solche Kurse bereits mitgemacht haben, haben selber die schmerzliche Erfahrung gemacht, dass man doch wieder in alte Muster rutscht, sobald der Alltag und das alte System auftaucht.

Du kannst dich nicht von unerwünschten inneren Anteilen freikaufen und befreien. Jeder Anteil ist Teil deines System und wird es auch bleiben! Bestimmte Anteile werden sich weiterhin besonders in Phasen zeigen, in denen Energie fehlt oder sich das Leben ungerecht oder anstrengend anfühlt. Also lass uns das klar sagen: Es wird nicht möglich sein diese Stimmen auszugrenzen oder zu besiegen. Im Gegenteil: Je mehr du versuchst dagegen anzukämpfen, desto stärker werden sie.

Entscheidend ist daher, sich selbst kennenzulernen. Jeden Anteil und jede Stimme in dir. Ihre Funktion zu verstehen und wahrzunehmen, warum sie in bestimmten Phasen die Führung übernehmen und warum sie wann leiser sind.
Welche Bedürfnisse du hast und was das mit deinen Gewohnheiten und Mustern - und mit deinen Beziehungen und deiner Kommunikation zu tun hat. Mit der Zeit wirst du die Führung übernehmen können und mehr Einfluss und Kontrolle in deinem Haus bekommen. Es braucht also Mut und Zeit zur Veränderung.

Es braucht Mut

Mut braucht es, wenn du einen Anteil nicht mehr bekämpfst, denn dann entsteht zunächst Unsicherheit. Wenn du Verantwortung übernimmst und allen Stimmen wirklich zuhörst ohne Schuld zu verteilen, fühlt sich das ungewohnt an. Du wirst innere Ambivalenzen und gegensätzliche Bedürfnisse aushalten können und regulieren lernen. Du brauchst keine klaren und eindeutigen "richtig" oder "falsch" Bewertungen mehr.

Es braucht Mut, sich selbst auf seine eigene Regulation zu verlassen. Denn das verändert auch das bisherige Gleichgewicht deiner engsten Beziehungen. Jede Veränderung destabilisiert zunächst das vertraute System. Dieses muss sich dann erstmal wieder neu finden.

Es braucht Mut und Kraft bei Rückfällen. Und "Rückfälle" sind immer "Vorfälle" und ein Teil von Heilung. Sie sind Hinweise dafür, dass ein altes Muster erneut aktiviert wurde, weil es wieder benötigt wurde, um einen Mangel auszugleichen. Anstatt dich dafür zu verurteilen, kannst du lernen, sie als Signal zu betrachten. Und du kannst den Mut aufbringen auch diese Rückfälle als Teil der Veränderung zu akzeptieren. Den Mut finden nicht nur trotzdem, sondern gerade deshalb weiterzumachen. Mut dir zu verzeihen wenn etwas nicht so läuft, wie du es dir wünschst. Mut zu akzeptieren, dass Entwicklung kein gerader Weg ist, sondern ein Prozess, in dem Integration mit jeder Wiederholung neu eingeübt wird.

Es braucht Zeit

Zeit braucht es, weil Einsicht und Wissen allein kein neues Verhalten stabil verankert. Du kannst die Inhalte auf der Website noch so sehr studieren - du musst schon selber etwas für deine Veränderung tun. Das kannst du nur selbst. Die Fähigkeit dafür liegt bereits in dir. Wiederholung und Lernerfahrungen sind notwendig, damit dein inneres System Vertrauen in andere Reaktionsweisen entwickelt. Zeit und Geduld, aber auch Disziplin sind daher Bestandteil des Heilungsprozesses.

Es braucht Zeit, weil innere Bewertungen nicht leicht zu verändern sind. Anteile zu integrieren und Verantwortung für die eigene Regulation zu übernehmen bedeutet, gewohnte Muster zu hinterfragen, die dich lange begleitet und stabilisiert haben. Es ist nachvollziehbar, dass sich selten abrupt etwas verändert. Heilung ist kein Schalter, den man einfach so umlegen könnte, sondern wird gebahnt durch kleine, wiederholte Uminterpretationen. Ein Gespräch anders zu führen. Eine Bewertung einen Moment länger zu prüfen. Einen Impuls nicht sofort auszuleben.

Es braucht Zeit, weil das Gehirn jene Verbindungen stärkt, die wir öfter wiederholen und nutzen. Mit jeder bewussten Wiederholung entstehen stabilere und neue Pfade im Gehirn, ähnlich wie ein Muskel, der durch Training kräftiger wird. Am Anfang sind es vielleicht noch kleine Trampelpfade. Mit jeder zusätzlichen Wiederholung entwickeln sie sich weiter, bis sie irgendwann zu einer ausgebauten Autobahn werden. Das ist das Hebbsche Prinzip. Der Hinweis darauf, dass jeder Mensch lebenslange synaptische Plastizität besitzt.

Heilung verläuft nicht linear. Alte Muster werden sich melden. Entscheidend ist nicht, ob sie auftauchen, sondern wie du ihnen begegnest. Jeder Moment bewusster Wahrnehmung erweitert deinen Handlungsspielraum ein Stück mehr. Und manchmal ist die Veränderung auch schon, dass die Phasen des Rückfalls ein Stück kürzer geworden sind.

• Wo erwarte ich von mir selbst eine schnellere Veränderung, als sie realistisch möglich ist?

• Welche inneren Anteile versuche ich immer noch loszuwerden, anstatt sie als zugehörig zu betrachten und sie zu verstehen?

• In welchen Situationen werde ich besonders ungeduldig mit mir, oder mit anderen?

• Wenn jemand, der dich gut kennt, beschreiben würde, wie du mit Rückschritten umgehst, was würde diese Person sagen?

• Wenn Heilung wirklich Mut und Zeit braucht, was wäre heute ein kleiner, realistischer Schritt, der diesem Prozess gerecht wird?

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Geschichte

Ein alter Zen-Meister sitzt vor seiner Hütte und döst in der Morgensonne. Seine Schüler nehmen allerdings an, dass er in einer für sie unerreichbaren Tiefenmeditation ist. Gut für den Meister, dass es so schwer ist, zwischen Dösen und Meditieren sicher zu unterscheiden.

Ein besonders eifriger Schüler nähert sich seinem Meister. Der kommt wieder zu sich. Sein Schüler bittet ihn um eine Aufgabe. Er will auf dem Wege seiner Erleuchtung einen Schritt weiterkommen. Der Meister - innerlich etwas verärgert, wieder einmal gestört worden zu sein, äußerlich die Gelassenheit selbst - überlegt einen kurzen Moment und stellt seinem Musterschüler eine Aufgabe, etwa so:

Mein lieber Schüler, du siehst, ich habe hier einen Stock in der Hand. Ich werde dich gleich fragen, was ich in der Hand habe. Antwortest du es ist ein Stock verprügle ich dich mit dem Stock. Antwortest du, es ist kein Stock, verprügele ich dich mit dem Stock. Hier also wie versprochen, deine Aufgabe: Sage mir, was ich in der Hand habe!

Auch für dich lieber ASBG-Besucher, wenn du an Erleuchtung interessiert bist, eine Gelegenheit weiterzukommen. Nimm dir einen kurzen Moment um zu überlegen, was du darauf anworten könntet. Wenn du jetzt ein wenig Angst hast, du könntest den Weg nicht finden, die richtige Antwort nicht geben, ist das gut und nicht schlecht. Wir werden darauf zurückkommen. Wenn du willst, kannst du dir also geraume Zeit nehmen, dich mit deinen Erleuchtungsversuchen zu beschäftigen! Wir warten dann so lange auf dich.

...Jetzt wissen wir nicht, ob du innegehalten hast, oder direkt weitergelesen hast. Wenn du weitergelesen hast wissen wir nicht, ob du dies getan hast, weil du nicht an Erleuchtung interessiert bist, oder weitergelesen hast, weil dir solche Denkaufgaben mit pädagogischen Absichten auf einer Webseite erheblich auf den Geist gehen, oder du vielleicht weitergelesen hast, weil du bereits erleuchtet bist. Wie auch immer!

...Eben noch gut gestimmt und voller Tatendrang, bemerkt unser Zen-Schüler schnell, dass er mit den altbekannten Antwortmöglichkeiten nicht durchkommt. Beides hätte zur Folge, dass er Schläge bekommt. Und das weiß er nun sicher: Das möchte er nicht. Aber damit weiß er noch nicht, was er möchte, was er antworten will. Er ist unsicher. Er fühlt sich bedroht. Er hat Angst. Er zaudert und beginnt ängstlich, nach Antworten zu suchen. Er fühlt sich wie in einem Schwebezustand und weiß nicht, wie er wieder auf den sicheren Boden kommen kann. So viel ist ihm aber klar: Die beiden möglichen Antworten - es ist ein Stock/es ist kein Stock - kommen nicht in Frage, denn dann gibt es Haue.

Zunächst kommen ihm also nur Fragen: Was könnte eine Antwort sein, die der Frage des Meisters nicht ausweicht, aber keine der vorgegebenen Antworten wäre? Könnte eine andere Bezeichnung des Stocks eine Möglichkeit sein? Welche anderen Bezeichnungen sind möglich? Er findet mehrere: "ein länglicher Gegenstand", "ein Stück Holz".

Schließlich kommt ihm auch der Gedanke, einfach eine Bezeichnung zu wählen, die nichts mit dem Stock zu tun hat: ein Klavier, ein Klavier, es ist ein Klavier! Diese Möglichkeiten verwirft er aber sehr schnell. Er möchte nicht den Eindruck bei seinem Meister aufkommen lassen, dass er nicht mehr alle Tassen im Schrank hat. Nein, das will er wirklich nicht.

Er erinnert sich, dass er vor einiger Zeit einen Anfängerkurs über buddhistische Meditationstechniken besucht hat und dort mit dem Mantra des „Om“ vertraut gemacht wurde. Wenn er also seinen Meister „Om“ als Antwort anbieten würde, dann könnte er - so eine ängstliche Überlegung - sein Gesicht wahren, ja vielleicht sogar auf ein Fleißkärtchen als Meditationsmusterschüler hoffen. Er hat Angst zu versagen und seinen Meister zu enttäuschen. Er zögert aber, diese Antwort zu geben.

Stattdessen bemerkt er, dass das nicht alles ist, was er an Gefühlen und Vorstellungen seinem Meister entgegenbringt. Zwar bewundert er ihn, aber er hegt auch schüchterne Gefühle des Ärgers über den Meister, der ihn schon oft mit Aufgaben bestraft und gequält hat. Erst kürzlich musste er einen ganzen Monat lang den Innenhof des Zen Klosters fegen. Angeblich eine besonders intensive Form von Meditation. Warum sollte er es ihm eigentlich nicht mal zurückzahlen? Er könnte dem Meister den Stock abnehmen und statt vom Meister verprügelt zu werden, den Meister verprügeln. An körperlicher, wenn auch vielleicht nicht an spiritueller Kraft könnte er es ohne weiteres mit dem Meister aufnehmen. Kühner Gedanke! Aber wieder stellt sich ängstliches Zaudern ein, obwohl ihm die Vorstellung des Meisterverprügelns nicht aus dem Kopf geht, wie ihm überhaupt der Meister und seine Fragen nicht aus dem Kopf gehen.

Warum eigentlich, so fragt er sich nun - könnte er nicht auch einfach die geforderten Antworten verweigern? Dazu müsste er nur den Gedanken nachgehen, der sich gerade in ihm breit zu machen versucht: "Meister, du gehst mir irgendwie auch ziemlich auf den Geist mit deinen blöden Erleuchtungsfragen!" Wenn er dies aber tun würde, so zögert er ängstlich, dann gefährdet er sicher die Beziehung zum Meister. Und was hatte er nicht alles in Kauf genommen und dafür getan, um vom Meister unter den vielen Bewerbern erkannt und als Schüler angenommen zu werden? Vielleicht - so fragt er sich ängstlich - schickt mich der Meister dann sogar weg? Und was soll dann aus mir werden, aus mir, einem verstoßenen Schüler? Was wäre aber, wenn nicht der Meister ihn verstoßen würde, sondern umgekehrt er den Meister verstieße und ihn verließe? Glänzender Gedanke! Er klopft sich - selbstverständlich nur in Gedanken - auf die eigene Schulter. Aber, so zögert der ängstlich, was mache ich dann? Was soll dann aus mir werden? Ich kann doch nichts Vernünftiges.

Endlich reift seine Entscheidung, und er weiß, wie er die Frage des Meisters beantworten will.  Er gibt sich die Antwort selbst, nicht dem Meister, und schreitet zur Tat. Die Antwort, die er sich selbst gibt: "Jetzt ist endlich Schluss, Meister, ich habe diese ewigen Aufgaben, die nicht zu lösen sind, mit denen man sich aber stunden-, tage-, und wochenlang herumgequält, endgültig satt. Mach was du willst, aber nicht mehr mit mir! Ich gehe, ohne deine Frage zu beantworten! Ich suche mir selbst ein paar Schüler, die ich dann als Meister mit solchen Fragen, die ich ja zur Genüge kennengelernt habe, quälen kann, und wo ich gelassen und hochangesehen schon am frühen Morgen vor mich hindösen kann." Gedacht, getan und in guter Stimmung ist er verschwunden und der Meister hat einen Schüler weniger.

Der Meister sieht seinen Schüler von dannen ziehen, ohne eine Antwort auf seine Frage bekommen zu haben. Gut gelaunt lehnt er sich zurück und kann sich wieder dem morgendlichen Dösen widmen. Zufrieden, weil er es wieder einmal geschafft hat, einen Schüler zum Meister werden zu lassen.

Video

Gesundheitliche Folgen von Bewertungen und Schuld

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